Ich will da rauf! e.V.

Unser Konzept

Unsere Leitgedanken
"Der Weg und das Ziel sind bedeutsam für das Klettern."
Michael Krickelberg 2009

Unser Konzept

Klettern stellt eine Grundform menschlicher Bewegung dar. Dabei gehört Klettern zu den elementaren Bewegungsformen in der kindlichen Entwicklung und ist gleichzeitig eine komplexe Fähigkeit. Sie vereinigt verschiedene Grundtätigkeiten wie Greifen, Stützen, Ziehen und Steigen. Zudem findet eine stetige Gleichgewichtsverteilung und Stabilisierung statt.

Dem Wechselspiel zwischen Wahrnehmen und Bewegen kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Bewegungserfahrungen sind Körpererfahrungen und zugleich Selbsterfahrungen. Kinder erleben durch ihre Bewegungsaktivitäten, dass sie selbst etwas bewirken können. Sie entwickeln ein Bild von sich selbst. Somit sind Bewegungserfahrungen wichtige Grundlagen sowohl für die Identitätsentwicklung als auch für die kognitive Entwicklung - das Denken, das Handel und das Sprechen. Kinder sollen handelnd tätig sein. Dadurch erkennen sie ihre Selbstwirksamkeit, sie treten in Dialog mit ihrer Umwelt, stellen Beziehungen her, lernen Widerstände zu überwinden, finden eigene Lösungen für Aufgabenstellungen und entwickeln Selbstbewusstsein und Handlungskompetenz.

Unser Konzept

Wir betrachten Menschen als eigenständige Persönlichkeiten.
Wir unterstützen die Rechte auf Selbstbestimmung und das Recht auf Teilhabe.
Unsere Grundhaltung ist geprägt von Wertschätzung, Akzeptanz und Vertrauen.
Wir begegnen Menschen wohlwollend, unterstützend und humorvoll.
Wir glauben, dass Entwicklung und Veränderung in jedem Lebensalter möglich ist.

Unser Konzept

Klettern stellt eine Belastungsform dar, die koordinative, konditionelle, soziale und auch mentale Qualitäten fördert und fordert.
Beim Klettern werden große Muskelgruppen (Rumpfmuskulatur) sowie Muskelgruppen, die häufig vernachlässigt werden (Fuß- und Handmuskulatur) beansprucht. Darüber hinaus werden beim Klettern neben der Koordinationsfähigkeit, die Fähigkeit zur Raumorientierung, die Balance, die Handlungsplanung und Selbststeuerung, sowie Mut, Willenskraft und psychische Ausdauer angesprochen.

Klettern bietet für die Integration/Inklusion von Menschen mit Behinderung vielfältige Bereiche, in denen erfahren werden kann, dass trotz der Unterschiede gemeinsames Handeln möglich ist. Es bieten sich neue und herausfordernde Handlungsfelder, in denen individuelle Grenzen und Möglichkeiten zum Ausdruck kommen. Gegenseitiges Vertrauen, das sich innerhalb einer Klettergemeinschaft von behinderten und nicht behinderten Menschen entwickelt, fördert die soziale Kompetenz und unterstützt ein positives Selbstkonzept.

Unser Ziel ist, durch gemeinsames Klettern dem Bewegungsbedürfnis von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entgegenzukommen, Neugierde zu wecken, Bewegungsfreude zu erhalten, der Bewegungsarmut entgegenzuwirken, die Gesundheit zu fördern, Lernprozesse in Gang zu setzen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu geben und eine realistische Selbsteinschätzung zu fördern. Dabei schaffen wir ein Miteinander, das jeden willkommen heißt. Klettern bietet für die Integration/Inklusion von Menschen mit Behinderung viele Erfahrungsmöglichkeiten, dass trotz und gerade wegen der vorhandenen Unterschiedlichkeiten, gemeinsames Handeln und Lernen aller möglich ist.